12.03.2012 - Produktionsverlagerung

 

Produktionsverlagerung. Kulturelle und sprachliche Barrieren überwinden.

Kunde und Ausgangssituation

Technologischer Fortschritt und eine Globalisierung der Märkte erzeugen Situationen, in denen
besondere Kenntnisse und Führungsqualitäten gefragt sind. Durch die Öffnungspolitik vollziehen
sich in China rasante Entwicklungen in Verbindung mit einem hohen Anpassungsbedarf an
westliche Unternehmensprozesse. Dennoch dürfen dabei lokale Besonderheiten nicht ignoriert
werden.
Ein führender deutscher Automobilzulieferer investierte im Rahmen eines Joint Ventures in
eine Produktionsstätte in Shanghai. Der Konzernleitung war bewusst, dass hier noch nicht
alle Potenziale des Controlling genutzt wurden. Nebenkulturellen Barrieren erkannte sie vor
allem in der geringen Datenqualität, mangelnder Qualifikation des Personals und einer unzureichenden IT-Infrastruktur Problemstellen, die es schnellstens abzubauen galt. Dabei stellte
sich die Gefahr unterschiedlicher Interpretationen von Fachtermini und die Notwendigkeit von
Steuerungskennzahlen als besonders problematisch heraus. Um die lokalen Verwaltungsprozesse
effizienter zu gestalten und den Wert der Produktionsstätte nachhaltig zu sichern, wurde
die DIS Interim beauftragt, einen im Controlling international erfahrenen Interim Manager zu
finden. Dieser sollte zudem mit der chinesischen Kultur und Geschäftsmentalität vertraut sein
und bereits über Erfahrungen bei der Etablierung von Strukturen bei anderen deutschen Firmen
verfügen.

Der Interim Management Einsatz

Mit Hilfe eines erfahrenen Südost-Asien-Kenners fand die DIS Interim schnell einen Experten,
der über erforderliche Sprachkenntnisse verfügt und sich darüber hinaus mit dem umfangreichen
chinesischen Rahmenwerk zu betrieblichem Rechnungswesen, Jahresabschlüssen sowie
den Unterschieden zu den International Accounting Standards auskennt. Kernaufgabe des
Auftrages waren die Harmonisierung des Rechnungswesens, der Aufbau eines Management-
Informationssystems und die Standardisierung des Reportings an die Konzernleitung. Hierzu
mussten Richtlinien erstellt, ein Buchhaltungssystem aufgebaut und geeignete Softwareprogramme
implementiert werden. Mitarbeiter wurden geschult und fortan an der Gestaltung von
Planungsprozessen beteiligt. Parallel führte er geeignete Key Performance Indicators ein, auf
deren Basis fundierte Forecastplanungen erstellt und die Leitung Finance bei der Fertigstellung
des Jahresabschlusses unterstützt werden konnte. Durch den Einsatz des Interim Managers
konnten nach und nach die Qualität von Daten und Planungen sichergestellt werden. Durch
eine stetige Überprüfung der Daten auf Aktualität und Validität wurde darüber hinaus die Verwendung nach internationalen Standards erreicht.

Der gemeinsame Erfolg

Durch die erfolgreiche Implementierung von Planungs- und Kontrollmechanismen erzielte der Interim Manager in Verbindung mit der Einführung von Motivationssystemen bereits während seiner halbjährigen Einsatzphase einen hohen Auslastungsgrad. Ein ausschlaggebender Erfolgsfaktor für den zügigen Aufbau der Controllingstruktur und die Integration des Personals in neu geschaff ene Abläufe waren seine Markt- und Sprachkenntnisse sowie sein versierter Umgang mit den Business Practices in diesem Land. Ein wichtiger Pluspunkt für die reibungslose Umsetzung waren die Insider-Kenntnisse des Interim Managers hinsichtlich lokaler Stellen, allen voran Banken und Steuerbehörden, und sein Verständnis für kulturelle Besonderheiten.

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